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Die Forschungen der letzten Jahre1) haben zu einer Auffassung der Schizophrenie (Dementia praecox) geführt, die in verschiedener Hinsicht einer breiteren empirischen Grundlage bedarf. Ich habe mir vorgenommen einen Fall von paranoider Demenz zu untersuchen, und zwar zunächst ohne Rücksicht auf bestehende Lehrmeinungen, einzig geleitet von der Absicht, einen vertieften Einblick in die Seelenvorgänge dieser Kranken zu gewinnen. Ich wählte diesen Fall, weil die Patientin, als intelligente, belesene Frau eine umfangreiche Produktivität bietet, die auf den ersten Blick als wirres Durcheinander von ganz unsinnigen Sätzen erscheint. Ich halte es für das Beste das Material möglichst vollständig mitzuteilen, und zwar annähernd wörtlich, wie Patientin es mir gesagt hat. so daß der Leser Gelegenheit hat, die Berechtigungen meiner Schlüsse nachzuprüfen. Ich möchte nur den Leser bitten, nicht auf Grund irgend eines Fragmentes Willkürlichkeit in meinen Schlüssen anzunehmen: es läßt sich nicht vermeiden, daß ich etwa, die ganze Analyse im Auge behaltend, mit einer Erklärung vorauseile; die Fortsetzung wird den Beweis für die Richtigkeit der „Deutung“ liefern.
Die Beweise, welche mir selbst eine Deutung sicher machten, waren in vielen Fällen direkte, spontane Angaben der Patientin. In