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„‘Ὁ ἄναξ οὖ τὸ μαντεῖόν ἐστι τὸ ἐν Δελφοῖς,
οὔτε λέγει οὔτε κϱύφει ἀλλὰ σημαίνει
Die Glossolalie oder Zungenrede hat die gelehrte Forschung viel beschäftigt. Bei der enormen Bedeutung, die das Phänomen für das Urchristentum besaß, ist es leicht verständlich, daß in erster Linie die Theologen sich seiner annahmen. Die Riesensumme von Arbeit, die sie unserem Gegenstande zuwandten, spiegelt das umfängliche, wenn auch bei weitem nicht vollständige Literaturverzeichnis Feines1). Mit löblicher Beharrlichkeit quälte sich der Scharfsinn einer großen Anzahl von Autoren an den ziemlich spärlichen Urkunden ab, die von der Glossolalie Bericht geben. Von einer befriedigenden psychologischen Erforschung der besprochenen Erscheinungen kann dabei natürlich keine Rede sein. Alle diese oft unglaublich weitläufigen Abhandlungen verraten auf den ersten Blick, daß ihre Verfasser die Zungenrede selbst niemals sahen, oder doch an ihre psychologische Untersuchung beim lebenden Menschen niemals herantraten. Das Lustigste leistet sich offenbar der konservative Theologe F. Godet mit seiner Behauptung: