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Aus der psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich1).
Im Jahre 1888 hielt Kraepelin in der Dorpater medizinischen Fakultät einen Vortrag: „Über den Einfluß der Übung auf die Dauer von Assoziationen“. An 17 aufeinander folgenden Tagen wiederholte er dieselben Reizworte. Aus der Zusammenstellung von jeweils 50 Versuchen fand er, daß etwa bis zur vierten Wiederholung die Versuchszeiten sich sehr rasch, später aber langsamer und unter Schwankungen verkürzten. Es fiel ihm auf, daß die Versuchspersonen „Tagesdispositionen“ zeigten, „welche für manche Tage durchgängig kürzere und gleichmäßigere, für andere längere und auseinander fahrende Reaktionszeiten bewirkten“. Er fand auch, daß diejenigen Assoziationen, welche bei einer Wiederholung der Versuche nach 13/4 Jahren sich noch konstant erhalten hatten, nicht nur jetzt, sondern auch früher ausnahmslos kürzere Reaktionszeiten lieferten als jene Assoziationen, bei denen neue Vorstellungsverbindungen eintraten, und er stellte fest, daß diejenigen Reizworte, welche in der ersten Reihe eine lange Reaktionsdauer geliefert hatten, auch später sich gerne in derselben Weise auszeichneten. Die nach 13/4 Jahren ganz neu auftretenden Assoziationen erwiesen sich hinsichtlich der Reaktionszeit noch kürzer als sogar die Versuche des zweiten Tages. Selbst nach 13/4 Jahren traten nur 28% neue Assoziationen hervor, während 72% bereits früher dagewesen waren.
Eine viel spätere Arbeit: Wreschner „Zur Psychologie der Assoziationen“ (Schweizerische pädagogische Zeitschrift, Jahrgang V, Heft 4) behandelt ebenfalls die Erscheinungen, welche sich zeigen, wenn dieselben Assoziationsserien in bestimmten (7tägigen) Intervallen