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Bei einer früheren Gelegenheit gab ich der Überzeugung Ausdruck, daß die statistische Methode in der Psychologie nur geringen Wert habe, erstens, weil hier die Höhe der Zahlen für den Mangel an Tiefe der Einzelbeobachtungen nicht entschädigen kann, zweitens aber, weil bekanntlich Zahlen sich allzuleicht den Intentionen der Autoren fügen und sich tendenziös gruppieren lassen. Es tut mir leid, daß ich in der von Herrn Professor Bleuler kritisierten Arbeit meinem Prinzipe untreu wurde und mich zur Stütze einer Behauptung auch auf eine statistische Arbeit des Oberstabsarztes Dr. Drenkhahn berief. Ich hätte voraussehen sollen, daß die Schwäche jeder der statistischen Argumentation von antialkoholistischer Seite als Angriffspunkt gegen die von mir vorgeschlagene Anschauungsweise der Alkoholpsychosen benutzt werden wird, was nun tatsächlich eintraf.
Ich fühle mich aber nicht berufen, auf die kritische Sichtung des von Drenkhahn bearbeiteten statistischen Materials einzugehen und zu entscheiden, ob das, was er vorbrachte, wirklich nur ein „Bierwitz“ und als Beweismoment wertlos ist oder nicht. Ich berief und berufe mich nur auf das Ergebnis, zu dem er gelangte und das mit meinen analytischen Erfahrungen übereinstimmt, ohne mich für die Genauigkeit seiner Angaben einzusetzen.
Wogegen ich aber mich mit derselben Energie, mit der Herr Prof. Bleuler meine Bemerkungen angreift, verwahren muß, ist die Erweckung des Anscheins, als ob meine Auffassung über die Rolle des Alkohols bei den Neurosen auf der statistischen Arbeit Drenkhahns und nicht auf eigenen individualpsychologischen Untersuchungen beruhen würde.