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„Manche Dichter geraten unter dem Malen schlechter Charaktere oft so ins Nachahmen derselben hinein, wie Kinder, wenn sie träumen zu pissen, wirklich ihr Wasser lassen.“
Auf Grund der Forschungen Freuds gilt uns der Traum nicht nur seinem latenten Inhalt nach als Wunscherfüllung (halluzinatorische Befriedigung), sondern sozusagen auch „funktional1)“, indem in gewissem Sinne alle Träume als Bequemlichkeitsträume aufzufassen sind, die der Absicht dienen, den Schlaf fortzusetzen, anstatt auf die Einwirkung eines, sei es äußeren, sei es somatischen oder psychischen Reizes zu erwachen. „Der Wunsch zu schlafen, auf den sich das bewußte Ich eingestellt hat und der nebst der Traumzensur dessen Beitrag zum Träumen darstellt, muß so als Motiv der Traumbildung jedesmal eingerechnet werden und jeder gelungene Traum ist eine Erfüllung desselben“ (Traumdeutung, 3. Aufl., S. 170). Es ist darum auch kein Zufall, daß gerade jene Träume, welche die Bequemlichkeitsfunktion am deutlichsten wirksam zeigen, sich meist auch inhaltlich ohneweiters als offenkundige Wunscherfüllungen verraten, wie z. B. die Durstreizträume. Sie können dies aber merkwürdigerweise nur dann offenbaren, wenn die Bequemlichkeitsfunktion scheitert, also das Erwachen die Folge ist, wodurch die spezifische Qualität des Reizes festgestellt werden kann, auf den der Traum reagierte. Nun gibt es verschiedene Arten von Träumen, die fast immer zum Erwachen des