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Der Zweck der folgenden Mitteilungen ist ein rein kasuistischer. In bezug auf die Psychoanalyse bei Zwangsneurosen hat Freud einmal bemerkt2): „Man muß auch bald zugestehen, daß bisher nicht einmal die Phänomenologie des Zwangsdenkens entsprechend gewürdigt werden konnte.“ Es ist daher wünschenswert, daß ausführliches, analytisches Material veröffentlicht wird, so daß mit der Zeit das Bild der detaillierten Symptomatologie abgegrenzt werden kann. Durch vergleichende Erfahrungen mag vielleicht die Frage aufgeworfen werden, ob es verschiedene Typen der Krankheit gibt und, wenn das der Fall ist, welches ihre individuellen Charakteristica sind. Auch mögen Analysen aus verschiedenen Ländern interessante Unterschiede im Reaktionstypus, Verschiedenheit oder Gleichartigkeit der Symbole usw. ergeben. Die folgenden Analysen werden jedenfalls von einem Standpunkte aus interessieren, nämlich als Widerlegung des von Löwenfeld, Friedländer u. a. gemachten Einwandes, daß die von Freud erlangten sexuellen Anamnesen Produkte des genius loci wären. Keiner meiner Patienten kam mit dem Gedanken an sein Sexualleben zu mir und der Einfluß von Schriften, wie die Krafft - Ebings oder Havelock Ellis' usw. kann als absolut ausgeschlossen betrachtet werden. In Canada dürfen solche Bücher nicht verkauft werden und alle Literatur, wo auch nur auf Erotik angespielt wird, wird mit strengstem Beschlag belegt3). Bei meinen Patienten ist also der Sexualismus gewiß nicht das