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Im Gegensatze zu den meisten gegnerischen Arbeiten, welche die psychoanalytischen Gedankengänge kritisieren und gewöhnlich mit äußerster Oberflächlichkeit und ungenauer Kenntnis der kritisierten Materie an die Sache herantreten, liegt uns eine „Systematik und kritische Erörterung der psychologischen Theorien Freuds und verwandter Anschauungen“1) vor, von Dr. Artur Kronfeld (Assistenten der psychiatrischen Universitätsklinik in Heidelberg) verfaßt, der in 118 Seiten und mit großem Aufwande an logischen, psychologischen und philosophischen Argumenten versucht, sich seiner Aufgabe zu entledigen und so, wenigstens von außen betrachtet, den Eindruck einer eingehenden Kritik hervorruft.
Die eine Hälfte der Schrift enthält den Bericht: Darstellung der Theorien von Freud, Breuer, Bleuler und Jung, die zweite Hälfte soll eine kritische Erörterung aller Fundamente der psychoanalytischen Ergebnisse repräsentieren. Der Bericht umfaßt zum großen Teile Zitate aus der psychoanalytischen Literatur und wir können anerkennen, daß die Zusammenstellung der Zitate eine gute Übersicht der in Frage kommenden Lehre gibt. Dort aber, wo die Zitate durch eigene Darstellung des Autors verbunden werden, fällt der Bericht oft ungenau und stellenweise sehr irreführend aus. Auf die Inkorrektheiten kommen wir im Laufe der Diskussion noch zurück.
Die, wie gesagt, mit großem Aufwande bestrittene Kritik im 2. Teile der Schrift nötigt uns zu einer Reaktion. Wie immer auch unser