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Die Psychanalyse hat glänzende Beweise ihrer übersprudelnden Lebenskraft erbracht, indem sie siegreich in eine Reihe von Gebieten des Schaffens und Wissens eindrang, die ihr anfänglich äußerst fern zu liegen schienen. Das stürmische Vorwärtsschreiten brachte eine eigenartige Einstellung der jungen Wissenschaft ihrem Material gegenüber mit sich; eine Fechterstellung sozusagen. Das flüchtige Jagen von Ort zu Ort ließ in ihren Pionieren weit mehr die Freude und den Eifer der Eroberer, als jenen biederen Charakter behaglicher Seßhaftigkeit entstehen, welcher definitiven Einrichtungen in allen den eroberten Ländern förderlich wäre.
Es war eine zu den Erfolgen notwendige Vorbedingung, daß die Aufmerksamkeit der psychanalytischen Forscher ihrem Material gegenüber vor allem auf jene Punkte sich konzentrierte, die eine Übereinstimmung mit den Richtungsvorstellungen ihrer Forschung zeigten. Bei jeder Entdeckertätigkeit muß eine solche Einstellung vorausgesetzt werden; sie führt nicht nur zur Entdeckung selbst, sondern ermöglicht auch die gründliche Einfügung des erworbenen Materials in das Gesamtgebäude jener Disziplin, welcher der Richtungsgedanke entnommen wurde. Es gilt indes noch eine Weiteres zu leisten; das nämlich, was ich oben gleichnisweise als die „definitiven Einrichtungen“ bezeichnete. Es gilt, nicht bloß alles Gefundene der Psychanalyse anzugliedern, sondern jeweils auch dieser selbst die richtige Stellung ihren Vorwürfen gegenüber anzuweisen. Der Zweck dieser Zeilen ist kein anderer, als auf diese zweite, sehr wichtige Aufgabe hinzuweisen, deren Bewältigung gleichem Maße der Psychanalyse selbst wie den von ihr befruchteten issenschaften zugute kommen müßte.