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Die Symptomatologie der Dementia praecox ist eine so reiche und ihre Analogie zu anderen Seiten der menschlichen Psyche sind so mannigfaltig, daß wir erst im Anfang unserer Erkenntnis stehen und neue Beobachtungen noch lange ein Bedürfnis sind. Mit zwei Fällen kann ich zwar hier nichts prinzipiell Neues bringen, dieselben sind aber geeignet, zur Aufklärung einiger jetzt noch kontroverser Fragen beizutragen.
Im ersten dieser zwei Fälle war, besonders im Anfang der Analyse, die Produktion des Patienten eine so freigebige, fließende und vollständige, daß das Material fast ohne Zwischenerklärung im Wortlaut des Patienten gegeben werden kann. Auch die Zwischenfragen können, wo sie nicht zum Verständnis des Folgenden nötig sind, weggelassen werden.
Der Großvater mütterlicherseits war Gelegenheitstrinker, die Mutter hatte immer ein stilles, träumerisches, etwas zu Schwermut neigendes Wesen, war in den ersten Jahren der Ehe Potatrix. Der Vater ist normal, ein Vetter von ihm soll aber geisteskrank (wahrscheinlich schizophren) und interniert sein. Acht Geschwister und die übrige Verwandschaft sind, soweit bekannt, geistig gesund und ohne abnorme Charakteranlagen. — Patient stammt aus einer sehr zahlreichen Familie, hat, wie bereits bemerkt, 8 lebende Geschwister, 3 starben an Kinderkrankheiten. Er selbst war ein sanftes, gehorsames Kind, sehr anhänglich, ein Muttersöhnchen. In der Schule immer ein „musterhafter Schüler“, sei er allerdings später im Seminar vom 3. zum 7. Rang zurückgekommen. Er war immer etwas scheu und „mehr für sich“, aber nicht eigentlich zurückgezogen. Nach Erlangung des Lehrerdiploms übernahm er gleich eine sehr schwere Stelle, hatte 60 Kinder