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Nach einem am Kongresse der Psychoanalytischen Vereinigung gehaltenen Vortrage, München, September 1913.
Den Anlaß zur Wahl dieses Themas als Hauptdiskussionsthema der heutigen Vereinssitzung gab meine Veröffentlichung über den gleichen Gegenstand, welche besonders im Kreise unserer Wiener Kollegen Opposition hervorgerufen hat. Da ich den bestimmten Eindruck hatte, mißverstanden worden zu sein, ergriff ich gern die Gelegenheit, heute über die Frage zu referieren. Das Mißverständnis hat meiner Ansicht nach zwei Hauptgründe. Der eine ist wohl der, daß es mir damals nicht gelang, das, was ich darüber zu sagen hatte, richtig auszudrücken (die vor 1 Jahr im Jahrbuch erschienene Arbeit wurde vor 21/2 Jahren redigiert, zu einer Zeit, wo das Problem mir noch nicht sehr vertraut war), der wichtigere zweite Grund liegt darin, daß die dort vertretene Auffassung eine neue Orientierung des Denkens in der Psychoanalyse verrät, welche uns bewußt werden muß. Diese Orientierung ist nicht ein individueller Zug, denn sie ist auch in den Arbeiten der letzten Jahre, welche hauptsächlich Jung. Riklin H. Silberer und in gewisser Hinsicht auch Adler usw. verfaßt haben, erkennbar. Ich halte es für außerordentlich wichtig für uns alle, daß wir Gelegenheit haben, über diese Fragen, welche uns so sehr beschäftigen, öffentlich und gemeinsam zu debattieren, dies um so mehr, als ich die Überzeugung habe, daß kein wirklicher und notwendiger Gegensatz zwischen nns besteht, denn das von uns Zürchern Erstrebte