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Die Analyse der Träume wurde Freud durch den Gang, den die Analyse des Neurotikers ohne Einflußnahme seitens des Analytikers nahm, aufgedrängt. Erst die unerwarteten Aufschlüsse, die die fortschreitende Lösung des Traumproblems auch für die Erkenntnis der Kräfte und der Struktur des Seelenlebens Freud brachte, machte sie ihm zum Selbstzweck. Die einzelnen Traumanalysen waren Etappen der ganzen Analyse, zuerst des einzelnen Falles, später des Unbewußten überhaupt. Es muß immer wieder hervorgehoben werden, daß Freud auf induktivem Wege die typische Wiederkehr desselben Materials und der gleichen Funktionsformen in Traum und Neurose gefunden hat.
Als allen Menschen, Gesunden und Kranken, gemeinsam ergaben sich bestimmte, und zwar nicht sehr zahlreiche Traumquellen und bestimmte, viel zahlreichere Darstellungsmittel. Die typischen Traumquellen führen durch Verwendung individuellen Materials und durch mannigfaltige Kombination untereinander und mit individuellen Motiven zu den unerschöpflich vielgestalteten Einzelträumen, die alle ganz eigenartig erscheinen. Zerlegt man aber jeden Traum in seine Szenen und Bilder, so erkennt man nach einiger Erfahrung analoge Darstellungen mit den gleichen spezifischen Bedeutungen bei den verschiedensten Individuen wieder. Es berührt einen merkwürdig, oft große Traumstücke mit vielen Details in Publikationen anderer Autoren, darunter längst verstorbener oder solcher von anderer Nationalität, wieder zu finden. Man kann vermuten, daß die Lebensschicksale der Träumer in betreff der wichtigsten Motive analoge sein mußten. Diese häufig vorkommende Analogie von Traumstücken steigert sich zur