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Das im Februar 1929 erschienene 1. Heft einer von C. Politzer in Paris herausgegebenen neuen Zeitschrift „Revue de la Psychologie Concrète” (in dem sich der Herausgeber an verschiedenen Stellen mit einer von ihm bemerkten „Krise der Psychoanalyse” beschäftigt) enthält u. a. einen Aufsatz von A. Hesnard (Toulouse) und E. Pichon (Paris) über die Geschichte der psychoanalytischen Bewegung in Frankreich. Er behandelt die Periode des Eindringens und des Widerstandes (1913–1920), die der literarischen und gesellschaftlichen („mondainen”) Ausbreitung (1921–1925), die der wissenschaftlichen Kontrolle (1923–1926) und die von der Gründung der „Pariser Psychoanalytischen Gesellschaft” (1926) an datierbare Periode der Organisation.
Das 2. Heft des gegenwärtigen Jahrganges von Prof. Abderhalden herausgegebenen Zeitschrift „Ethik” enthält einen Aufsatz von Oskar Pfister (Zürich) über Psychoanalyse und Seelsorge, als Äußerung zu einer in dieser Zeitschrift seit längerer Zeit vor sich gehenden Diskussion über diesen Gegenstand. Pfiister gelangt zum Ergebnis, daß die Anwendung der Psychoanalyse nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht derjenigen Berufsseelsorger sei, die sie auszuüben verstehen. „Wir Pfarrer geraten in Gefahr, angesichts der ungeheuren Fülle widersprechender seelsorgerischer Rezepte, die man in den letzten Jahren auf uns losließ, in schreckliche Verwirrung zu geraten … Nur wer selbst analysiert, kann sich im Chaos der Meinungen eine gesicherte Aussicht bilden und bessere Seelsorge treiben, als es mit den bisherigen Mitteln möglich war.” (Pfister erwähnt auch, daß Professor Bleuler ihn 1928 „zur öffentlichen Erklärung ermächtigt hat, daß sein Verhältnis zur Psychoanalyse sich seit seiner ersten Publikation [„Die Psychoanalyse Freuds”] nicht geändert habe und daß seines Erachtens Freud der größte Fortschritt, der in der Psychologie je gemacht wurde, zu verdanken sei.)
Im selben Heft der „Ethik” kritisiert der Herausgeber, Prof. Abderhalden, „Sigmund Freuds Stellun