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„Die Fliege, die nicht geklappt sein will, setzt sich am sichersten auf die Klappe selbst.”
Lichtenberg.
Die Technik der Anspielung, von Freud auch als „indirekte Darstellung” bezeichnet, ist nicht auf den Witz beschränkt. Sie erscheint in Wort und Bild im politischen und gesellschaftlichen Leben, in der Konversation des Alltags und in der wissenschaftlichen Diskussion häufig ohne die Charaktere des Witzigen. Für die witzige Anspielung ist es wesentlich geworden, daß sie am Wortlaute hängt. In den meisten Fällen ergibt die Analyse der witzigen Anspielung, daß sie den Ersatz einer Auslassung darstellt. Die Arten dieses. Ersatzes sind mannigfaltig. Wählen wir als Beispiel das Bruchstück eines Gespräches, das der „Simplizissimus” eine junge Dame und einen Herren führen läßt: die Dame: „Was, jetzt schlafen Sie noch bei offenem Fenster? Huh, bei der Kälte könnte ich es nicht aushalten !” — „Ja, liebes Fräulein, dann würde ich die Fenster natürlich schließen”.
Das klingt zuerst wie ein Mißverständnis: die Dame will sagen, sie könnte bei offenen Fenstern in ihrem Zimmer nicht schlafen. Der Herr faßt aber ihre Aussage so auf, als hätte sie gesagt, sie könnte bei offenen Fenstern in seinem Zimmer nicht schlafen. Wir bemerken natürlich sofort, daß das Mißverständnis ein absichtliches ist: das Wörtchen „dann” („dann würde ich die Fenster natürlich schließen”) deuten auf den ausgefallenen, d. h. nicht direkt ausgedrückten Gedanken hin. Die Technik dieses Witzes ist die der Darstellung durch ein Kleinstes. Der im Hintergrund stehende Gedanke wird auf ein Detail, das des Offenhaltens oder Schließens der Fenster, verschoben. Es sei sogleich bemerkt, daß dieselbe Anspielungstechnik sich auch in Witzen findet, die anderen Tendenzen dienen. Hier ein Witz aus dem politischen Milieu, der zeigt, mit wie geringen Mitteln die Anspielung ihr Ziel erreicht. Während der Verhandlungen des Obersten Rates in Cannes soll Lloyd George einmal sein schönes Phlegma verloren und sich plötzlich gegen se