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Wenn man sich der Mühe unterzieht, eine Zeitlang aufmerksam den Fußgängern auf einem aus Pflastersteinen bestehenden Trottoir zuzusehen, wird man nicht verfehlen können, eine auffallende Beobachtung zu machen. Man wird nämlich bemerken, daß viele Fußgänger, man kann wohl sagen die meisten, in ihrer Gangart durch Form und Zusammensetzung der Pflastersteine irgendwie beeinflußt werden. So wird der eine z. B. immer nur auf den Randsteinen gehen und dabei etwa nur jeden zweiten betreten, der andere wieder einmal in die Mitte jedes zweiten, dann wieder jedes dritten Pflastersteins treten, ein anderer wieder so gehen, daß seine Schritte mit der Zeichnung der Pflastersteine ein neues Muster ergeben, noch andere wieder alle Pflasterfugen vermeiden ust.
Man erinnert sich dabei unwillkürlich an ein in Wien „Tempelhupfen” genanntes Kinderspiel, das darin besteht, daß auf dem Boden eine Anzahl von Vierecken aufgezeichnet werden, die man dann nach bestimmten Regeln auf einem Fuß durchhüpfen muß, ohne die die Vierecke trennenden Zwischenlinien zu berühren. Es wäre vielleicht naheliegend anzunehmen, daß es sich bei den Fußgängern, die sich in ihrer Gangart irgendwie nach den Pflastersteinen richten, nur um zufällige Eigenheiten oder in Anlehnung an dieses Kinderspiel um irgend ein spielerisches Gehen handelt. Wenn man aber einen dieser Fußgänger fragen würde, warum er sich denn beim Gehen so von der Konfiguration des Pflasters beeinflussen lasse, gewinnt man bald die Überzeugung, daß es sich da um keinen Zufall handelt, vielmehr, daß