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Sehr geehrter Herr Professor!
Im letzten Heft der „Schweizerischen Zeitschrift für Strafrecht” besprechen Sie die Arbeit „Der Fall Lefebvre, Zur Psychoanalyse einer Mörderin” von Marie Bonaparte, und schließen mit den Worten: „Wie lange noch soll solcher Unsinn unter dem Deckmantel der Wissenschaft in die Welt hinausgetragen werden?”
Dieser Ausruf im Tonfall Ihres Fakultätsgenossen Cicero richtet sich wohl eigentlich nicht gegen die Verfasserin selbst, denn schließlich ist Unsinn denken und schreiben ebenso menschlich, wie der Wunsch, ihn auch zu veröffentlichen. Eher auf diejenigen, die den „Deckmantel” beisteuern, unter dem sie dann den Unsinn in die Welt hinaustragen, ist wohl Ihr Quousque tandem gemünzt. Und so kann ich nicht umhin, verehrter Herr Professor, mich von einer der Bänke, über die Ihre gerissene Geduld das schwere Wort schleudert, zu erheben und mich als catilinarisches Medium Ihrem Zorne zu stellen. Der Aufsatz der Prinzessin Bonaparte erschien zuerst in der Zeitschrift „Imago”, zu deren Redakteuren ich zähle und dann auch