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Der „Verlag der Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik” hatte einen Prospekt an Lehrer und Lehrerinnen versandt. Um über das Stoffgebiet der Zeitschrift zu informieren, enthält dieser Prospekt auf 32 Seiten von 32 verschiedenen Aufsätzen, die in den zwei ersten Jahrgängen erschienen sind, je eine (d. h. die erste) Seite. Wer hätte gedacht, daß jemand diese Bruchstücke zu einem anderen Zwecke anschauen könnte, als um zu erfahren, welche
Themen in dieser Zeitschrift behandelt werden und in welcher Art (also z. B ob sie für den Nichtmediziner verständlich sind usw.). Der „Zweigverein Bühl-Baden-Rastatt” des „Vereins katholischerdeutscher Lehrerinnen” hat es fertig gebracht, auf Grund der 32 Bruchstücke des Prospektes (die, wie gesagt, ganz willkürlich jeweils beim Schluß der ersten Seite abbrechen) über die Psychoanalyse schlechthin ein Urteil zu fällen. Der genannte Zweigverein veröffentlicht in der „Wochenschrift für Katholische Lehrerinnen” einen Protest gegen die Psychoanalyse „nach eingehender Lektüre und Prüfung sämtlicher Abhandlungen des Probeheftes” (gemeint sind die unzusammenhängenden Probeseiten). In diesem Protest heißt es u. a.:
„Freuds Pansexualismus … lehnt die christliche Psychologie ab … Als eine Entartung übelster Art und einen unerhörten Angriff auf die Ethik und christliche Sittenordnung betrachten wir es, wenn unter dem Deckmantel der Wissenschaft in den einzelnen Abhandlungen der obgenannten Zeitschrift das Gewissen als etwas Relatives bezeichnet und der freie Wille der Menschen in Frage gestellt wird …”
Als besonders abschreckend werden aus dem Zusammenhang gerissene Stellen aus dem Sonderheft „Onanie” der „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik” zitiert (so z. B. ein Satz von W. Reich, daß „die Fähigkeit, ohne Schuldgefühl ungestört onanieren zu können, zur seelischen Gesundheit gehört”).
Im Juliheft der „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik” entgegnet Dr. Heinrich Meng an leitender Stelle auf jenen Protest katholischer Lehrerin