You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In den letzten Julitagen dieses Jahres fand in Oxford der XI. Kongreß der „Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung” statt. Ein ausführlicher Bericht über den Kongreß erscheint im November in der „Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse” (XV. Jahrg., Heft 4). Die wichtigsten Vorträge des Kongresses werden im Laufe des Jahres 1930 in der „Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse” und in der „Imago” erscheinen. Hier geben wir die Rede wieder, mit der Dr. Max Eitingon (Berlin), der Zentralpräsident der Vereinigung, am Morgen des 27. Juli den Kongreß eröffnete.
Geehrter Kongreß!
Mit einem Gefühl eigentümlicher Scheu sind wir nach Oxford gekommen, an diese Stätte so altehrwürdiger wissenschaftlicher Tradition. Dies bedeutet ein Novum in der Chronik unserer Kongresse und besonders unserer Kongreßorte. Seit dem I. Kongreß in Salzburg 1908 haben wir die folgenden meist an kleinen, historisch oder landschaftlich anziehenden Orten gehalten, also gleichsam fern von der Heerstraße der offiziellen Wissenschaft, vermieden Universitätsstädte, mit Ausnahme der Kongresse von München, Budapest und Berlin, aber auch da waren wir — mit der einzigen Ausnahme von Budapest — in symbolischer Weise fern den Stätten des wissenschaftlichen Betriebes. Sie alle wissen, wie die Wissenschaft sich zur Analyse verhalten hat,