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Im „Berliner Tageblatt” vom 16. August tritt Bernard Guillemin für die „Autonomie der Dichtung” ein. Der Dichter von heute denke zu gering von sich, habe seine dichterische Unbefangenheit verloren. Er fühlt sich nicht nur verpflichtet, von der Politik abhängig zu sein, sondern läuft Gefahr, in ein Abhängigkeitsverhältnis von der Wissenschaft zu geraten. Die Seele nämlich, das ewig-unerschöpfliche Thema der Dichtung, ist auch „Obiekt einer mit wissenschaftlichen Methoden arbeitenden psychologischen Forschung; und diese Wissenschaft von der Seele hat gerade in den letzten Jahrzehnten einen ungeahnten Aufschwung genommen”. „ …Viele jüngere Dichter, beflissen, ihr natürliches Wissen von der Seele zu vermehren, scheinen heute gewillt, nicht nur in die Schule des Lebens, sondern auch in die Schule derjenigen zu gehen, die über das Leben und insbesondere über das Leben der Seele nachgedacht und es zu erforschen versucht haben.” Und darin sieht Guillemin eine Gefahr: der Dichter könnte leicht wesensfremden Denkformen und Methoden unterliegen. Die Wissenschaft strebt