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„Durch Feld und Wald zu schweijen,
Mein Liedchen wegzupfeifen,
So geht's von Ort zu Ort!
Und nach dem Takte reget,
Und nach dem Maß beweget
Sich alles an mir fort.”
Es blieb erst der Psychologie der letzten Jahrzehnte vorbehalten, die enge Beziehung zwischen Denken und Handexln aufzuzeigen. Auf die Wichtigkeit des motorischen Faktors, insbesondere für das schöpferische Denken, haben zuerst französische Forscher, wie Séailles, Bergson und namentlich Ribot, hingewiesen, nachdem Charcot die bekannten drei Vorstellungstypen des visuellen, akustischen und motorischen Menschen aufgestellt hatte. Bei diesem Typenunterschied handelt es sich freilich nur um ein sogar nicht einmal sehr beträchtliches Überwiegen der einen Vorstellungsart; so dürfte es auch — um hier nur von dem uns interessierenden type moteur zu sprechen — wirkliche Nichtmotoriker gar nicht geben (die motorischen Erlebnisse verlaufen eben nur unbewußt).1
Innerhalb der deutschen Wissenschaft hat dann vor allem R. Müller-Freienfels2 die Bedeutung der affektiv-motorischen Vorgänge für den produktiven Denkprozeß betont und dem zentralen Begriff der Assoziationspsychologie, der „Vorstellung”, seinen Begriff der „Einstellung” entgegengesetzt. Das Wesen des begrifflichen Denkens ist statt in Vorstellungen in Einstellungen zu suchen, das heißt, in Gefühlen und Tätigkeitsdispositionen. Das Denken ist ein reaktives, nicht rezeptives Phänomen, ein Handeln. Ziel- und Aktivitätsbewußtsein charakterisieren das zielstrebige Denken und die schöpferische Phantasie. Das Wissen ist ein dispositionelles Denken (nach W. Betz,3 der eine ähnliche aktivistische Theorie vertritt, liegt das Wissen irgendwo zwischen reinen Einstellungen und Erinnerungsbildern); die Einstellung macht auch das Wesen des Verständnisses aus, das sich als eine von dem subjektiven Gefühl der Adäquatheit an die