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„Die heroische Zeit der Psychoanalyse, als sie in ihrer Sünden Maienblüte stand, beginnt stark abzuklingen.” Mit diesen Worten beginnt ein Aufsatz von Erich Brock über „Psychoanalyse und Religion” in den „Schweizerischen Monatsheften für Politik und Kultur” (IX. Jg., 1929, Heft 2). Und fahrt fort: „Der mehr oder minder großmütige Irrtum, man brauche dem Menschen nur alle Hemmungen, Klemmungen, Zwängungen wegzuanalysieren, damit alle Vorurteile und Lügen der Moral, des Geistes und des Glaubens (falls nicht diese Dinge und ihre Formen überhaupt mit Vorurteil und Lüge vereinerleit würden) sich verflüchtigen, damit mit anderen Worten die reine Natur — ein Ehrenname, auf welchen nur die kompaktesten Triebe Anspruch hatten — befreit, wahr und sich selber genug hervorspränge: diese Anschauung spukt nur noch in einigen schwächeren Köpfen der Schule.” (Zu den nichtschwächeren Köpfen der Psychoanalyse zählt der Verfasser den bekannten Züricher Psychoanalytiker und protestantischen Pfarrer Dr. Oskar Pfister.) Brock gibt zu, daß die Psychoanalyse die Fehler früherer Geschlechter, die Vernachlässigung der Trieblehre durch die Wissenschaft, gut zu machen hatte. Es wurde durch die Psychoanalyse „aufgezeigt, mit welcher Leidenschaft die mittelsten Triebe der Seele nach den vereinzeltsten Sinnbildern greifen und wie weitgehend ihre wirkliche Auslebung, besonders bei Verbauung greifbarer, eine allegorische sein