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Diese Bemerkungen zu den im vorigen Heft veröffentlichten Notizen Dr. Reichs über die Beobachtungen einer Rußlandreise werden schon darum sehr interessieren, weil Dr. Wulff viele Jahre hindurch, bis vor einigen Jahren, der Präsident der „Russischen Psychoanalytischen Gesellschaft” war.
Im Heft 4 (1929) der „Psychoanalytischen Bewegung” hat Dr. W. Reich einen Aufsatz über „Die Stellung der Psychoanalyse in der Sowjetunion” veröffentlicht, in dem er seine Eindrücke von einer Reise im U. S. S. R. mitteilt. Wer aber in diesem Aufsatz eine objektive Schilderung der gegenwärtigen Situation oder die geschichtliche Entwicklung der Psychoanalyse in Rußland zu finden glaubt, der wird in seiner Erwartung arg enttäuscht. Die Publikation Reichs ist, im Grunde genommen, nur ein Versuch, die psychoanalytischen Lehren den Wünschen und Forderungen ihrer kommunistischen Kritiker anzupassen, um diesen die psychoanalytischen Lehren von ihrem Standpunkt aus annehmbar zu machen. Der Psychoanalyse ist es aber bei diesem Versuch sehr schlecht ergangen, es wurde an ihr eine richtige Verstümmelung vorgenommen und so viel von ihr abgetragen, so viel vom Grundlegenden aufgeopfert, daß das Übriggebliebene noch kaum den Namen Psychoanalyse zu verdienen scheint.
Reich fängt mit einem ziemlich offenen Geständnis an: „In den Jahren 1922 und 1923 soll sich die kommunistische Jugend sehr für die Psychoanalyse interessiert haben. Die führende Partei trat damals dagegen auf (von mir gesperrt, M. W.), weil die Diskussion über die Psychoanalyse die politische Arbeit störte. Bedeutet das alles zusammen, daß für die Psychoanalyse im Arbeiter- und Bauernstaat kein Platz ist, daß man sie prinzipiell ablehnt wie etwa von Seiten der offiziellen Wissenschaft in den bürgerlichen Ländern? Gewiß, der erste Eindruck scheint die Frage zu bejahen”. — Ob nur der erste Eindruck? Bei der jetzigen Situation im U. S. S. R., wo die kommunistische Partei bekanntlich das ganze politische, geistige, ökonomische und öffentliche