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Während ein besonnener, verantwortungsbewußter und kluger Psychologe die Krise der Psychologie1 diagnostiziert, sehen besonnene und kluge Verleger die Konjunktur der Psychologie gekommen. Erreicht doch eine umfängliche Psychologie des Jugendalters 50 Auflagen, wagt man doch die Herausgabe von Klages' Schriften in vielen Bänden. Es ist ein merkwürdiges Ereignis, daß Krise und Konjunktur der Psychologie zusammenfallen und daß sie begleitet werden von einem dringenden Wunsch nach einer „Krisis der Psychoanalyse”. Nur als solche Wunschphantasie scheint mir der Titel des Werkes deutbar, dessen I. Band (in einem Umfang, der nur einer kräftigen Konjunktur tragbar ist, 412 Seiten) unlängst erschien:2
Schwache Position verrät dieser gewaltige Titel. „Wenn dieses Sammelwerk … unter dem Gesamttitel ‚Krisis der Psychoanalyse’ erscheint, so will das sagen, es scheine nun der Zeitpunkt gekommen,