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Der Psychoanalyse sind im Laufe ihrer Entwicklung und während der raschen Ausbreitung ihres Geltungsbereiches von einer außerordentlich leicht zugänglichen Quelle ständig Fingerzeige für die Forschungsrichtung und Bestätigungen der Forschungsergebnisse reichlich zugeströmt. Diese Quelle mußte deshalb hochwillkommen sein, weil ihr lebendiges Strömen ständig in jedem Einzelnen rege ist, weil jeder Einzelne nicht nur sich an ihr entwickelt, sondern auch umgekehrt an ihrer Entwicklung lebendig teilhat und weil so die aus ihr geschöpften Zuflüsse zur wissenschaftlichen Erforschung des menschlichen Seelenlebens mit überragender Unmittelbarkeit und Lebenswärme überzeugend wirksam sind. Diese Quelle ist die Sprache.
Wir wollen davon absehen, daß die Verwendung sprachlichen Materiales in Träumen und Fehlleistungen eine hervorragende Rolle spielt und daß das Verständnis der Verwendung der Worte im infantilen, primitiven Sinn, also nach dem „Primärvorgang” unter Anwendung von Verschiebung und Verdichtung im Traum, im Witz und in der Symptombildung der Neurose und Psychose zum Schlüssel der psychopathologischen Mechanismen wurde. Schon der lebendige korrekte Ausdruck unserer täglichen Umgangssprache an sich ist geeignet, uns immer wieder durch die Tiefe des psychologischen Einblicks, den er vermittelt, wenn wir ihn nur recht verstehen, zu überraschen. Man könnte kühn behaupten, die Unkenntnis über unser eigenes Seelenleben reiche so weit, daß wir nicht einmal wissen, was wir sprechen, selbst wenn wir es völlig klaren und überlegten Geistes tun.
Freud kommt auch hier innerhalb der Analyse die befruchtende Ersterkenntnis zu. Schon die Lösung des Traumproblems in der „Traumdeutung” gab reichlich Gelegenheit zur Untersuchung alltäglich gebrauchter sprachlicher