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Die psychoanalytische Literatur ist nicht allzureich an ausführlichen Krankengeschichten. Die verworrene Dreidimensionalität der seelischen Vorgänge läßt sich nicht leicht mit den linearen Mitteln der schriftlichen Fixierung wiedergeben. Während der relativ langen psychoanalytischen Behandlung quillt das seelische Material nicht nur gelegentlich, sondern geradezu regelmäßig (d. h. in Befolgung der sogenannten „psychoanalytischen Grundregel”) ungeordnet und scheinbar völlig sinnlos hervor, und wenn darüber berichterstattet werden soll, muß nicht nur Geduld beim Leser, sondern auch eine nicht häufig gegebene epische Gestaltungsgabe beim Berichtenden vorausgesetzt werden. Man kennt die klassischen Beispiele hiefür bei Freud selbst: seine fünf großen Krankengeschichten, die im VIII. Band seiner „Gesammelten Schriften” vereinigt sind. Viele seiner Schüler haben es vorgezogen,