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Zu dem Kapitel „Jesuitismus und Psychoanalyse”, das wir im diesjährigen Januar-Februar-Heft aus Fülöp-Millers Buche „Macht und Geheimnis der Jesuiten” abdruckten, erhalten wir auch eine Zuschrift vom bekannten Berliner Psychoanalytiker Dr. Carl Müller-Braunschweig. Müller-Braunschweig macht uns darauf aufmerksam, daß die von Fülöp-Miller („Die psychoanalytische Bewegung” II, S. 58) zitierten Sätze, die
darüber handeln, daß die Kenntnis der psychoanalytischen Funde für den priesterlichen Seelsorger unentbehrlich ist (der ganze mit Anführungszeichen umgrenzte Passus von „Es unterliegt wohl keinem Zweifel...” bis „… jene ersteren Sinn haben würden”), ein wörtliches Zitat aus dem Buche von Müller-Braunschweig über „Das Verhältnis der Psychoanalyse zur Ethik, Religion und Seelsorge” (Schwerin 1927, S. 63) darstellen. Auch die von Fülöp-Miller erörterte „unendliche Erweiterung der Verantwortlichkeit” bei den Fehlleistungen wird in der Schrift von Müller-Braunschweig (S. 55—57) behandelt. Der Name Müller-Braunschweigs wird von Fülöp-Miller anläßlich des Zitates nicht genannt. Es heißt ganz einfach bei Fülöp-Miller, — nachdem er davon spricht, daß die Jesuitenpatres sich aus der Psychoanalyse das ihnen Passende herausklauben, — „einer dieser psychoanalytischen Ordensfachleute” schreibe so und so. Es ist bekannt, daß die Jesuiten keine Bedenken haben, sich das für ihre Zwecke Notwendige von wo immer herzuholen, wo es sich gerade bietet (die leichte Hand ihres Apologeten Fülöp-Miller bei der Beschaffung seiner Informationen erinnert auch an diese Freinehmigkeit) und es spricht nur deutlich für die von Fülöp-Miller so gepriesene Anpassungsfähigkeit und liberale Duldsamkeit der Jesuiten, daß sie den Psychoanalytiker und Protestanten Müller-Braunschweig in ihren Orden aufgenommen haben; ordnungshalber muß aber festgestellt werden, daß Müller-Braunschweig von dieser ihm widerfahrenen Ehrung erst aus der „Psychoanalytischen Bewegung” erfuhr und nur zufälligerweise, indem er sich