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Die in Katovice (als Beilage der Halbwochenschrift „Wirtschaftskorresponenz für Polen”) erscheinende und von Dr. Franz Goldstein umsichtig redigierte „Buch- und Kunstrevue” (die es übrigens an Ausführlichkeit und Vielseitigkeit mit den Literaturbeilagen der großen deutschen Weltblätter aufnimmt) schreibt im Rahmen einer Besprechung der vor kurzem erschienenen neuen deutschen Oscar Wilde-Ausgabe über den einleitenden Essay von Arnold Zweig:
„Es scheint mir, daß heute außer Thomas Mann in Deutschland kein zweiter im stande ist, einen derart welthaltigen Essay auf gleich musikalische Art zu führen. Immer wieder wird einem die innere Verwandtschaft zwischen Thomas Mann und Arnold Zweig deutlich. Es dürfte darum auch kein Zufall sein, daß beide Dichter ungefähr zu gleicher Zeit sich so rückhaltlos zu Freud bekannten und psychoanalytische Erhellung in ihre eigene Wesensart und deren künstlerischgeistige Ausstrahlung einströmen ließen.”
Ober den Freud-Essay von Thomas Mann („Die psychoanalytische Bewegung”, I. Jahrg., Heft 1) schreibt in der Aprilnummer 1930 der „Schweizerischen Monatshefte für Politik und Kultur” Walter Muschg: „Es bleibt ein unbefriedigtes Spiel diesen erbarmungslosesten aller Rationalisten und Vernunftverkünder [Freud] mit Bachofen und der deutschen Romantik in Zusammenhang zu bringen. Hier liegt doch wohl eine Verwechslung von Forschungsgebiet und Methode vor. Wie munter und witzig ist das alles zu löffeln, aber wieviel weniger munter und witzig sind bei genauerem Zusehen die Gegenstände, die in der angenehmen Verpackung am Leser vorbeipassieren. Er hat sie in der Hand gehabt, das allerdings nimmt ihm keiner mehr”