You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Herr Dr. S. Placzek in Berlin ist ein Fachmann in Sachen des Geschlechts. Mit den Problemen der Sexualität versucht er seit Jahren mit Veröffentlichungen gerichtlichmedizinischer oder psychologischer Observanz anzubandeln. Besonders förderlich wirkt auf seine Publikationstriebe die Psychoanalyse. Erscheint eine neue psychoanalytische Arbeit, so kann man hundert gegen eins wetten, daß ihr als Lustigmacher der Referent Placzek auf der Ferse folgt.
Neuestens hat sich die Ironie Dr. Placzeks über einige Arbeiten in der „Festschrift für Ernest Jones”1 hergemacht. Er findet es komisch, daß Ferenczi („Das unwillkommene Kind und sein Todestrieb”) meint, Kinder, die gegen den Willen der Eltern auf die Welt gekommen sind, seien den Gefahren des Selbstvernichtungstriebes in erhöhtem Maße ausgesetzt, er empfindet es offenbar als Schweinerei, was Sadger über „Genitale und extragenitale Libido” schreibt, besonders angetan hat es ihm aber der Beitrag „W eiblichkeit als Maske” von Joan Riviere,2 denn er handelt ja von Oedipuskomplex, Penisneid, Kastrationsangst