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Teresa de Jesus (1515–1582) ist die bedeutungsvollste Heilige Spaniens Um Ihnen ein Beispiel von der Hochschätzung zu geben, welche die heilige Teresa in der ganzen katholischen Welt genießt, brauche ich nur den Bericht über ihre Heiligsprechung zu zitieren, wie er von den Auditoren der römischen Rota erstattet wurde. Darin werden 85 der angesehensten und gelehrtesten Patres angeführt. Sie alle „… approbieren nicht nur die in den Büchern der heiligen Teresa erhaltene Lehre, welche sie mit wunderbaren Lobsprüchen erheben, als eine heilige und katholische, sondern, was noch mehr ist, einige derselben urteilen und glauben, diese Lehre sei der seligen Teresa mittelst des Gebetes und ihres so vertrauten Umganges mit der göttlichen Majestät von Gott eingegossen und vom Allerhöchsten selbst gegeben worden…” Mehrere Zeugen fügen hinzu, diese selige Jungfrau werde mit Recht wegen des ihr von Gott eingegossenen Wissens mit einer Taube über ihrem Haupte abgebildet, weil ihr in dieser Gestalt, wie sie selbst sagt, der heilige Geist erschien, und ihr Geist zu einer Verzückung mit überaus großem Genuß der Glorie hingerissen wurde. Dazu komme noch, daß sie oft, während sie diese Bücher verfaßte, mit glänzendem Angesicht gesehen wurde, dieselben mit der größten Schnelligkeit schreibend. Von den gelehrten Patres wurde dies als ein deutliches Zeichen dafür aufgefaßt, daß der heilige Geist ihr unmittelbar diktierte.
In der Heiligsprechungbulle der seraphischen Jungfrau sagt der Papst Gregor XV. folgendes: „Unter den übrigen Tugenden aber, worin sie wie eine von Gott geschmückte Braut sich wunderbar auszeichnete, strahlte die unversehrteste Keuschheit hervor, die sie so vortrefflich pflegte, daß sie nicht nur dem von der Kindheit gefaßten Vorsatze, die Jungfräulichkeit zu bewahren, treu blieb bis zum Tode, sondern daß sie auch an Leib und Herz eine von jedem Makel freie englische Reinheit bewahrte.”
Es kann nicht meine Absicht sein, hier ein biographisches Bild der Heiligen zu geben. Zu