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Dr. Laforgue, der um die Einführung der Lehre Freuds in Frankreich überaus verdienstvolle Pariser Psychoanalytiker, bereitet eine größere psychoanalytische Studie über Charles Baudelaire vor. Das Buch wird voraussichtlich noch in diesem Jahre, und zwar zunächst in französischer Sprache erscheinen; die deutsche Übersetzung wird wohl auch nicht lange auf sich warten lassen. Wir veröffentlichen hier aus dem Manuskript ein Bruchstück, das einen charakteristischen Traum des Dichters behandelt; es ist einem größeren Zusammenhang, dem Kapitel über die Potenzstörungen Baudelaires entnommen.
In einem Briefe vom 13. März 1856 berichtet Baudelaire seinem Freunde Asselineau folgenden Traum:
Mein lieber Freund!
Da ich weiß, daß die Träume Sie amüsieren, lasse ich Ihnen einen zugehen, der Ihnen sicher nicht mißfallen wird. Es ist 5 Uhr morgens, also ganz warm. Ich füge hinzu, daß es nur eines der tausend Traummuster ist, von denen ich bestürmt werde und ich brauche Ihnen wohl nicht zu sagen, daß ihre äußerste Sonderbarkeit, ihr allgemeiner Charakter meinen Beschäftigungen und meinen Liebesabenteuern völlig fremd zu sein, mich immer auf den Gedanken bringen, daß sie eine Hieroglyphensprache sind, zu der mir der Schlüssel fehlt.
Es war (in meinem Traume) zwei oder drei Uhr morgens, und ich spazierte allein auf der Straße. Ich begegne Castille, der, wie ich glaube, mehrere Gänge zu machen hatte und ich erkläre ihm, ich werde ihn begleiten und den Wagen zu einem persönlichen Gange benutzen. Wir nehmen also einen Wagen. Ich betrachtete es als meine Pflicht, der Besitzerin eines großen Bordells ein soeben erschienenes Buch von mir zu schenken. Beim Betrachten meines Buches, das ich in der Hand hielt, zeigte es sich, daß es ein obszönes Buch war, was die Notwendigkeit, es dieser Frau zu geben, verständlich machte. Weiterhin war diese Notwendigkeit in meinem Geiste im Grunde ein Vorwand, eine Gelegenheit, eine der Dirnen des Hauses im Vorbeigehen zu……; was besagt, daß ich es ohne den Drang d