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Auf dem „I. Internationalen Kongreß für Psychische Hygiene”, der in der Zeit vom 5. bis zum 10. Mai in Washington (U. S. A.) stattfand, war auch die Psychoanalyse durch mehrere von der Kongreßleitung eingeladene europäische Analytiker vertreten. Von psychoanalytischer Seite hielten Vorträge: Dr. Franz Alexander (Berlin)1 über die „Probleme psychischer Hygiene und Verbrechertum”, Mary Chadwick (London) über „Das neurotische Kind”, Dr. Helene Deutsch (Wien) über „Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung”, Dr. J. H. H. van Ophuijsen (Haag) über „Geschlecht und Kultur”, Pfarrer Dr. Oskar Pfister (Zürich) über „Religion und psychische Hygiene”, Dr. R. Spitz (Berlin) über „Soziale Fragen und psychische Hygiene”, Dr. S. Radó über den „Unterricht in der Psychoanalyse”. Der Vortrag von August Aichhorn (Wien), der am Erscheinen verhindert war, über „Behandlung statt Bestrafung jugendlicher Verbrecher” wurde verlesen.
In der Woche vom 13. bis zum 20. September 1930 findet in Wien der IV. Kongreß der „Weltliga für Sexualreform auf wissenschaftlicher Grundlage” statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Themen: Wohnungsnot und Erziehung, Sexualnot, Seelenleben, Innere Sekretion, Zur Geschichte der Sexualmoral, Rechtsordnung, Geburtenregelung und Menschenökonomie, Recht des Kindes. Unter den bereits angemeldeten Rednern befinden sich auch mehrere Psychoanalytiker. Es werden folgende Psychoanalytiker sprechen:
zum Thema „Sexualnot”: Dr. Fritz Wittels (Wien) und Dr. Wilhelm Reich (Wien)
zum Thema „Seelenleben”: Dr. Paul Federn (Wien), Dr. Ernst Simmel (Berlin), Dr. Eduard Hitschmann (Wien), Dr. Sperling (Wien)
zum Thema „Recht des Kindes”: Doz. Dr. I. K. Friedjung (Wien)
Aus der Reihe der sonstigen Redner nennen wir hier noch einige: Stadtrat Prof. Dr. Tandler (Wien), Prof. Dr. Johan Almkwist (Stockholm), Hofrat Prof. Dr. Steinach (Wien), Prof. Maranon (Madrid), Dr. Peter Schmidt (Berlin), Rudolf Goldscheid (Wien), Sanitätsrat Dr. Magnus