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Die vom Herausgeber dieser Zeitschrift meinem Aufsatz in Heft 3 „Der Mensch und das Feuer” hinzugefügten Anmerkungen „Feuer und Harnstrahl” veranlaßten mich zu nochmaligem Überdenken des Zusammenhangs zwischen diesen beiden „Elementen”, dem ich in meinem Aufsatz nur geringe Beachtung schenkte. Ich bringe das Resultat meiner Überlegungen deshalb zu Papier, weil es zu einer gewissen Annäherung an die Hypothese Freuds und dann doch zu ihrer Negation und insofern zu einer Bestätigung der meinen führte.
Die Mitteilungen nämlich über „den Zusammenhang zwischen Zündeln, Feuerträumen und Bettnässen”, über „Brandstifter, die Bettnässer waren”, und schließlich „den Mann, der Bettnässer war und Feuerwehrmann wurde”, ließen mich zu folgenden Vorstellungen und Schlüssen kommen:
Der Bettnässer wird einmal zum Brandstifter, ein andermal, als Feuerwehrmann, zum Gegenteil, Brandlöscher.
Nicht alle Bettnässer dürften Feuerwehrleute geworden, oder umgekehrt, nicht alle Feuerwehrleute Bettnässer gewesen sein. Der Einzelfall dient also sehr hübsch dazu, die Gestalt zu erhellen, die der moralische Sieg (psychoanalytisch = Verdrängung) über ein Jugendvergehen hier und da zu gewinnen vermag.
Urin ist nicht nur naß, sondern auch heiß.
Bettnässen wird — nach eigener Kindheitserinnerung — zwar als unangenehm empfunden, wenn es geschehen, aber als angenehm, während es geschieht, wenn auch halb unbewußt im Schlaf oder Halbschlaf.
Die Verbreitung der Hitze dabei gleicht dem Entstehen eines Feuers.
Etymologisch: Das englische Wort bum für brennen gehört mit dem deutschen Born zusammen wie das deutsche Brunnen mit brennen. (Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache: „Man stellt Brunnen zu brennen, für das man eine Grundbedeutung ‚Wallen, sieden’ auf Grund einer keltischen Wurzel bren voraussetzt”.) Ebenfalls finden wir bei Brand und branden, Brandung die Bewegung als das Gemeinsame zweier Benennungen für die verschiedenen Elemente, wie auch das griechische porfyro, wallen, sieden, eines S