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Im Juniheft der „Zeitschrift für Sexualwissenschaft” (herausgegeben von Max Marcuse) schreibt Dr. Emst Klimowsky (Königsberg) über „Die sexuologische Bedeutung der Pädagogik und der Psychoanalyse”. Die Psychoanalyse — führt er in einem historischen Überblick über die Auffassung der Kindheit und ihre Bedeutung aus — „sieht in jedem nicht analysierten parapathischen Erwachsenen ein nicht zur Vollentwicklung gelangtes Kind und stellt damit den äußersten Gegensatz zur Auffassung und künstlerischen Darstellung bis zur Rokokozeit einschließlich dar, die sich nach dem Gesetz der Reihenfolge der Künste am längsten in der Malerei answirkte. Nach damaliger Auffassung war das Kind nämlich lediglich die Zwergform des Erwachsenen. Von hier aus führte ein weiter Weg bis zur Psychoanalyse, die sich insoweit als der zur Zeit weitgehendste Ausläufer der historisdien Tatsache darstellt, daß seit der Wende des achtzehnten Jahrhunderts in zunehmendem Maße das Verständnis für das Kind und dessen Wertschätzung hervorgetreten sind.” Klimowsky vertritt die These, daß eine Durchdringung der historischen Sexualtypen mit andersgeschlechtlichen Sexualcharakteren (also eine Verweiblidiung des Mannes und eine Vermännlichung der Frau) in die Ersdieinung getreten ist und daß dies zu einer Umgestaltung sämtlicher Kulturleistungen, sowie zum Hervortreten der Frau geführt hat. Dieser Prozeß habe sich auch in der Richtung der Verkindlichung