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Auf dem diesjährigen „Naturforschertag” (im September zu Königsberg) sprach der Münchner Psychiater Prof. Bumke über Psychoanalyse. Gleich im ersten Satz seines Vortrages hob er hervor, daß der Charakter der psychoanalytischen Lehre es mit sich bringt, „daß die Stellung des einzelnen Forschers zu ihr immer nur eine subjektive sein kann. Ich stelle deshalb gleich am Anfang fest, daß ich seit einem Menschenalter zu den Gegnern dieser Bewegung gehöre.” Es sei sehr eigentümlich, wie verschieden sich die Lehre Freuds heute in den verschiedenen Köpfen widerspiegele. Während auf der einen Seite er, Bumke, selbst, wie auch viele andere, die Psychoanalyse bekämpft, „weil sie das Unbewußte zu rationalisieren versucht”, — „hat kein Geringerer als Thomas Mann Freuds Libidolehre als Naturwissenschaft gewordene Romantik und als Erscheinungsform des modernen Irrationalismus gedeutet.” Entweder habe Thomas Mann die Psychoanalyse verstanden, oder er,