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Man hört nicht selten sagen, daß die Psychologie, die sich vornehmlich mit dem Verhalten der Menschen und ihren Beweggründen befaßt, eine zweifelhafte Wissenschaft sei, denn die menschliche Natur sei allzu schwankend, um nach einer Schablone beurteilt zu werden. Die Psychologie wird dann der Physik, diesem vollkommenen Typus einer Wissenschaft gegenübergestellt. Aber die Physiker selbst sagen uns, daß ihre grundlegenden Gesetze, wie z. B. das zweite Gesetz der Thermodynamik und andere, nur statistische, für den Durchschnitt geltende Gesetze sind. „Vieles der anscheinenden Gleichförmigkeit in der Natur” sagt Eddington, „ist nur die Gleichförmigkeit des Durchschnittes”; Könnten die Einzelwesen der physikalischen Welt, die Atome, Elektronen, Quanten sprechen, würden wir vielleicht manch ein Atom oder Elektron beteuern hören, daß es nichts dergleichen täte, was die Physiker als selbstverständlich von ihm fordern und voraussetzen. So wie der Biologe hat auch der Psychologe ein ganz anderes Material vor sich; die Elemente sind oft deutlich vernehmbar und imstande, ihre Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung mit