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Der XII. Kongreß der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung wird in Interlaken stattfinden. Es wird der erste internationale psychoanalytische Kongreß, der auf Schweizer Boden stattfindet. Aus diesem Anlaß hat die „Psychoanalytische Bewegung” das vorliegende Heft zur Gänze Schweizer Autoren eingeräumt. Den Präsidenten der „Schweizerischen Gesellschaft für Psychoanalyse” forderten wir auf, das Geleitwort zu diesem Heft zu schreiben.
Seit dem Erscheinen von Freuds „Traumdeutung” hat die Psychoanalyse nicht aufgehört, in der Schweiz Interesse zu wecken, wie ein Ferment, das einem Stoffe beigemischt wird und diesen in Gärung erhält. Es ist eine anziehende Aufgabe, diesen Prozeß zu verfolgen und den Erscheinungen nachzugehen, die die Freudschen Ideen im Gebiete der schweizerischen Eidgenossenschaft hervorgerufen haben.
Die Schweiz bildet bekanntlich ein Europa im Kleinen mit allen Auswirkungen einzelner Partikularitäten, die ihre Selbständigkeit eifersüchtig gegeneinander zu bewahren suchen. Und doch wirkt sie nach außen einheitlich im Gesamtchorus des europäischen Völkerkonzertes.
Mit seltenem Scharfblick wußte Otto Spieß die Rolle der Schweizer zu fassen, die sie während der letzten dreihundert Jahre in der Wissenschaft gespielt haben. In einer Biographie