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Die berndeutsche Mundart ist eine der bilderreichsten und eine wunderbar plastische, feinnüancierte, oft auch recht handgreifliche und drastische Sprache. Sie brachte eine heute noch blühende lyrische, epische und dramatische Literatur zustande und hat bei den neuzeitlichen Verkehrsmitteln und der Überschwemmung des Landes mit fremdsprachigen Elementen eigentlich nur in den Städten an Abflachung gelitten, während sie in den Tälern ihre ursprüngliche sinnliche Kraft konservierte.
Wenn man einem Bernerbauern etwas aufschwatzen, ihm einen Bären aufbinden, oder ihn von etwas überzeugen will, woran er nicht glaubt, dann kann man erwarten, daß er seiner Ablehnung mit den derben Worten Ausdruck verschafft: „Ja Tüüfelsdräck!”
Das heißt soviel wie „Kot des Teufels” und will bedeuten: „Daran glaube ich nicht — ich laß mich nicht über den Löffel balbieren!”
Teufelsdreck scheint also heute der Bauer als eine gänzlich wertlose und verächtliche Materie einzuschätzen. Noch vor wenigen Dezennien jedoch war das anders. In der Geschichte „Vo Hanslin und Grittlin” läßt Simon Gfeller1 einen Vater seinem Jungen den Auftrag geben: „Zersch geisch i d'Apotheegg