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In der „Prager Presse” vom 14. Februar gibt Richard Messer einen Überblick über die letzten Veröffentlichungen der psychoanalytischen Literatur. Er schließt ihn mit folgenden Sätzen:
„Wie wenig Freuds Lehre sich in den Grenzen des gedruckten Papiers erschöpft, zeigt nichts so klar, wie seine einzigartige Eingestelltheit zur Mitwelt. Er hat Anhänger, ungezählt, wie Sand am Meere; er hat auch Feinde, die zahlreich und mächtig sind und die die Stoßkraft seiner Lehre genauer beurteilt haben, besser übersehen, als mancher Anhänger. Aus der Klarheit ihrer diesbezüglichen Abschätzung, aus der richtigen Errechnung der noch möglichen und wahrscheinlichen Wirkung schöpfen sie ja die Heftigkeit ihrer Ablehnung, zu der sie ihre guten Gründe haben. Sie wissen schon, worum es geht. Sigmund Freud, der nun bald 76jährige, geht zwischen ihnen hindurch, wie ein Heiliger durch die Versuchungen. Sie können ihm nichts anhaben, weder die mit Lorbeeren in den Händen, noch die mit faulen Äpfeln in den Körben. Er geht weiter und blickt mit derselben ruhigen und durchdringenden Unbeirrtheit durch alle wie durch Fenster hindurch. Woher nimmt dieser Mensch die Unbeirrtheit seiner Richtung? Ist er Leidenschaften, Anfechtungen, Voreingenommenheiten, allen übrigen Menschlichkeiten nicht ebenso unterworfen wie wir alle? Sicher ist er das und er ist auch der erste dies festzustellen. Aber eines erhebt ihn über die meisten, die allermeisten, die mit uns wandeln. Irgendwie ist er schon in Drachenblut gebadet worden: es ist der Punkt der Eitelkeit an ihm nicht zu entdecken. Man zeige unter allen denen, die im „Who is who?” unseres Zeitalters verzeichnet stehen, einen Mann, bei dem im ganzen Lauf seines langen, vielverherrlichten und vielgescholtenen Lebens die Facta der Eitelkeit, gleichviel welcher Art, derart mit Null beziffert werden müssen, wie bei — Sigmund Freud”.
Wir wollen hier noch wiedergeben, was Richard Messer zur Charakterisierung der vier psychoanalytischen Zeitschriften ausführt;