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In der Kontroverse darüber, ob und warum die Durchführung der eigenen Analyse eine notwendige Voraussetzung des tieferen Verständnisses der analytischen Methode und der analytischen Erkenntnisse bildet, hat die Dialektik manche Triumphe gefeiert — und nicht nur bei den Gegnern der Psychoanalyse, denen wir Erfolge dieser Art niemals mißgönnt haben.
Es wäre eine falsche Vorstellung, wenn man annehmen wollte, daß die Frage, welches der beste Weg zur Erwerbung der analytischen Kenntnisse sei, unter uns Analytikern entschieden ist. Die Empfehlung der Reihenfolge: eigene Analyse — Studium der wissenschaftlichen Literatur — Kontrollanalyse gibt nichts als ein grobes und unzureichendes Schema. Es besteht mancher Zweifel bei einigen von uns, ob dies die beste Art des analytischen Studiums sei. Wo solche Zweifel nicht bestehen, gibt es doch eine Reihe von Unsicherheiten über die Voraussetzungen und näheren Bedingungen des Durchlaufens der drei Phasen, die jenem Schema zugrundeliegen, verbleibt eine Anzahl von Problemen über ihre Tragweite und die Art ihrer Wirksamkeit. Manche von ihnen werden auch nicht gelöst werden können, solange wir nicht über eine viele Jahre, zumindesten drei Generationen umfassende Erfahrung verfügen.
Die Notwendigkeit der eigenen Analyse für den Lernenden ist keinem Analytiker zweifelhaft; sie gehört zu den Überzeugungen, welche uns zwar durch theoretische Überlegungen nahegelegt, durch Erfahrungen der Praxis aber aufgedrängt werden. Kann man zur Erörterung des vielerörterten Gegenstandes etwas Neues beitragen? Vielleicht doch, wenn man sich des Ehrgeizes begibt, völlig Unbekanntes finden zu wollen, und nur einiges Ungesagte sagen, von Vielen Gefühltem eine Stimme geben will. Noch solches Zungenlösen ist nicht ohne Gefahr. Man kann nicht wissen, was das bisher Stumme den Lernenden zu sagen hat und wie diese es aufnehmen werden. Aber wird es auch willkommen scheinen, wenn es teuer nicht die Gunst erkauft? Ein solcher Zweifel ist nicht unbegründet. Er mag