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Der „Neuen Freien Presse” vom 18. März 1932 entnehmen wir folgende Mitteilung:
„Gestern hat Thomas Mann dem Schöpfer der Psychoanalyse, Professor Dr. Sigmund Freud, einen Besuch in seiner Wiener Wohnung abgestattet. Der Dichter äußerte sich über diesen Besuch einem unserer Mitarbeiter gegenüber folgendermaßen: „Ich war sehr erfreut, den großen Forscher wieder zu sprechen und ihn geistig so rege wie nur je zu finden. Auf meine Frage, ob er mit dem Triumph seines Lebenswerkes zufrieden sei und sich glücklich fühle, erwiderte Professor Freud, er habe für dieses Glück allzu bitter büßen müssen. Ich hielt Sigmund Freud vor, daß der Keim, den er vor Jahren gepflanzt habe, heute zu einem weltüberschattenden Baum geworden sei — eine Tatsache, die ihn doch sicherlich mit Genugtuung erfüllen müsse, was er schließlich auch zugab.”