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Professor der romananischen Philologie in München, bezieht sich in seinen in Madrid 1930 gehaltenen Vorträgen „Metodologia filológica” vielfach auf die Psychoanalyse.
In einem höchst interessanten Vortrag (VI. Las teorias de Sigismundo Freud en su alcance linguistico; Seite 36–44) befaßt sich Karl Vossler mit der Anwendungsmöglichkeit analytischer Betrachtungsweisen auf die Sprachforschung. Die vorhandene Literatur betrachtet er wohl sehr kritisch. Den ersten bahnbrechenden Arbeiten auf diesem Gebiet, den Forschungen Sperbers, läßt der Autor nur mit halbem Herzen Gerechtigkeit widerfahren. Aber Vossler begnügt sich nicht mit der Überprüfung des Vorhandenen, er beweist selbst die Tragfähigkeit analytisch unterfütterter Fragestellungen in seinem Forschungsgebiet. Er giebt eine Psychogenese des Begriffes Emphase und führt im wesentlichen folgendes aus: „Der Rethoriker verwendet Emphase, wenn er seinen Worten durch eine starke und suggestive Leidenschaftlichkeit Nachdruck verleihen will. Es giebt auch die unterdrückte