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René Laforgue, der französische Psychoanalytiker, welcher sich bereits öfters für künstlerische Persönlichkeiten vom Standpunkt der Analyse aus interessiert hat (L'échec de Baudelaire, Le cas de Jean-Jacques Rousseau), veröffentlicht nun (bei Denoël et Steele) eine Erzählung „Misère de l‚homme”, die weniger durch ihre Form (sie ist, als Tagebuch, ein Monologue intérieur), als durch ihren Inhalt und ihre Absicht aus der Romanliteratur herausfällt. Der Held unserer Geschichte, ein leidenschaftlich in sein Unglück verliebter und auf dieses Unglück immer wieder lossteuernder Mensch, ist die Beute toller Zwangshandlungen; er ist unfähig, in Gesellschaft leben zu können, unfähig zur Liebe — er hat den Kontakt mit der Familie verloren, sich von der Frau scheiden lassen müssen und vegetiert in der Einsamkeit dahin. Der Zufall, ein guter Freundesrat, und „un reste de vitalité” führen ihn zu einem Analytiker; das Tagebuch, das hier veröffentlicht wird — le cas décrit dans ce journal est un cas fictif, betont Laforgue — erzählt die Geschichte einer Heilung, es ist das Tagebuch, das der Kranke gerade während der Zeit niedergeschrieben hat, in der er in