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Das psychoanalytische Institut in Chicago gehört in die Reihe ähnlicher Institute in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika, welche einem dringenden Bedürfnis der Medizin und wissenschaftlichen Forschung entsprechen. Die Psychoanalyse ist zur Grundlage der modernen Psychologie geworden, sowohl als Theorie wie als Forschungsmethode und Therapie. Ferner hat sie einen entscheidenden Einfluß auf alle Wissenschaften gewonnen, welche sich mit seelischen Vorgängen und seelischen Produkten befassen, wie die Anthropologie, die Kriminologie, die Pädagogik, Ästhetik und Soziologie. Als eine noch junge Wissenschaft hat die Psychoanalyse noch keine gesicherte Position an den offiziellen Zentren der wissenschaftlichen Ausbildung und Forschung, den Universitäten, erreicht. Die konservative Stellungnahme der offiziellen Vertreter der Wissenschaft gegen diese neue Art von Forschung und Therapie ist aber nicht länger berechtigt, weil das Leben, die kulturelle Entwickelung diesen Standpunkt überholt haben. Die Stellung der Psychoanalyse in unserer gegenwärtigen Kultur ist eine gesicherte. Denn der einsichtsvolle Teil des Publikums von heute findet es ebenso selbstverständlich, einen Analytiker wegen einer Geistes- oder Nervenkrankheit aufzusuchen, wie er sich wegen eines Augenleidens mit dem Ophthalmologen berät. Ähnlich kann ein Wissenschaftler, der sich mit den Erscheinungen des Seelenlebens befaßt, die Kenntnis der von der Psychoanalyse aufgedeckten unbewußten Prozesse nicht mehr entbehren. Das Fehlen der Psychoanalyse in den Lehrplänen der medizinischen wie in den Programmen sozialwissenschaftlicher Schulen, steht in krassem Widerspruch zu der Rolle, welche sie in der modernen Theraphie und Forschung spielt.
So haben die Psychoanalytiker Europas wie Amerikas, mangels