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„Als bedeutsamster, wenn auch einseitigster und dogmatisch gebundener Vertreter einer . . biologisch-unterlegten kausal-genetischen Forschungsrichtung bietet sich . . die Psychoanalyse dar. Als die Naturwissenschaft vom Seelischen, als die sie ihren Vertretern gilt, tritt sie auch der Pathographie mit dem Anspruch einer unentbehrlichen Verfahrensweise
gegenüber. Mag nun das Maß dieser Hilfeleistung bei einer sachlichen Prüfung auch geringer eingeschätzt werden, bestehen bleibt, daß die psychoanalytischen Prinzipien nach Richtungen hinweisen, die gerade die pathographische Arbeit zu verfolgen hat.
Es genügt, in diesem Zusammenhange, wenn ich . . kurz daran erinnere: Die Psychoanalyse geht unmittelbar an die Persönlichkeit, und zwar zum Teil — nicht immer — an die Totalität der Persönlichkeit heran; sie umkreist stets deren zentralsten Wesenskern und vitalstes Wurzelgebiet: die Instinkt-, Trieb- und Affektsphäre. Sie verfolgt deren Auswirkungen im Wachsen und Werden, in Lebensgang und Schicksal, in Leistungen und Schöpfungen der Persönlichkeit, und zwar bis hinauf in die feinsten und subtilsten Äußerungen ihrer Geistigkeit. Sie führt damit zugleich von der psychischen Oberfläche weg hin zu den seelischen Tiefenregungen, den irrationalen Gestaltungskräften des seelischen Geschehens, und sie kommt so am ehesten jenen schöpferischen Energien nahe, wie sie anstoß-, form- und inhaltgebend bei den Intuitions- und Inspirationsphänomenen wie bei allen schöpferischen Vorgängen überhaupt sich bedeutsam — bedeutsam auch für die pathographische Betrachtung — herausheben. Die Psychoanalyse greift des weiteren vor allem die komplexen seelischen Gebilde von individueller inhaltlicher Bestimmtheit auf, wie sie — in Form der Komplexe — als charakteristische Nachwi