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Wie heute allgemeine Bildung ein unerreichbares Ideal vorstellt, ist es auch durch die Vertiefung der Spezialfächer unmöglich, eine allgemeine medizinische Bildung aufzuweisen.
So muß diese gewandte Darstellung der gesamten Medizin durch die Feder eines Franzensbader Arztes, die nicht nur Moor- und Kohlensäurebäder verschreiben will, wesentliche Lücken aufweisen.
Auch das Kapitel Psychoanalyse krankt daran, daß es z. B. noch bei der längst aufgegebenen Trauma-Theorie verharrt, die nie selbst geübte Traumdeutung als den „schwächsten Teil des analytischen Gebäudes” verunglimpft, von der Ich-Psychologie der Psychoanalyse noch nicht Notiz genommen hat. Halbwissen und Veraltetheit charakterisieren die anerkennende Darstellung, die andererseits sich es mit keinem Gegner der angeblich „so leicht” zu verstehenden Psychoanalyse verderben will.
Es fehlt wie gewöhnlich auch der Maßstab für die abgezweigten Schüler Adler und Jung. Daß sie eine suggestive Behandlung an die