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In Freuds „Witz und seine Beziehungen zum Unbewußten” wird der Ausspruch eines alten Gelehrten zitiert, dem mitgeteilt wird, er sei eben Vater geworden und darauf folgende sonderbare Antwort erteilt: „Was doch Menschenhände alles zustande bringen.” Dieser Ausspruch ist das Prototyp des präventiven Zynismus. Statt abzuwarten, bis sich die anderen1 über ihn lustig machen und seine Vaterschaft bezweifelt wird, verhöhnt er selbst seine supponierte Impotenz, den eventuellen Modus der immissio seminis und die vermuteten manuellen Praktiken. Zugleich ist ein Angriff gegen die Potenz der anderen darin enthalten.
In dieselbe Gruppe gehören manche Lamentationen Heines auf seinem Krankenlager. (Z. B. das bekannte Gedicht: „Worte, Worte, keine Taten …”)
Es gibt Übergänge zwischen dem präventiven Zynismus und dem Humor, und doch sind der Ausspruch des Gelehrten und Heines Worte Zynismen, weil sie aggressiv gegen Zweifler, resp. die Geliebte sind, nach dem Motto „Der Angriff ist die beste Parade”.
Ein alter Mann, der Jahrzehnte lang u. a. aus unbewußtem psychischen Masochismus einen Liebhaber der Frau halb offiziell geduldet hatte, wird in einer Gesellschaft in taktloser und brutaler Art, scheinbar harmlos nach dem Befinden eben jenes