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Im vergangenen Jahr hat eine Anzahl von Psychologen, Soziologen und Gerichtsmedizinern in London an der Gründung eines Instituts zur wissenschaftlichen Behandlung der Kriminalität gearbeitet. Dieses soll dazu dienen, die vorhandenen Bestrebungen auf diesem Gebiete zusammenzufassen, eine Klinik zur Behandlung Krimineller zu gründen, die öffentliche Meinung zu interessieren usw. Die Psychoanalyse ist bei diesem neuen Unternehmen in einer ihrer Bedeutung entsprechenden Weise vertreten: Professor Freud, Dr. Jones und Dr. Glover sind unter den Vizepräsidenten. Dr. Glover ist auch Vorsitzender des Beratungsausschusses, dem als Mitglieder u. a. die psychoanalytischen Kollegen Dr. Eder, Dr. Rickman und Dr. Pailthorpe angehören.
Die Eröffnungssitzung fand am 29. XI. 1932 im University College unter dem Vorsitz von Dr. Glover statt. Anwesend waren etwa 300 Personen. Es sprachen u. a. Winifred Cullis, Professor an der Universität London, Lord Feversham, Vorsitzender der „National Organisation of Probation Officers”, Dr. Hadfield, Dozent für Medizinische Psychologie an der Universität London, Dr. Rees, Stellvertretender Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie, und Dr. Emanuel Miller, Direktor der East London Child Guidance Clinic.
Im Folgenden geben wir die Eröffnungsansprache und die Schlußrede Dr. Glovers im Auszug wieder:
Meine Damen und Herren! Das Institut zur wissenschaftlichen Behandlung der Kriminalität macht sich keine falschen Illusionen; es kennt seine Schwächen ebenso gut wie seine großen künftigen Möglichkeiten. Wir haben beschlossen, es mit nicht mehr Getöse einzuweihen, als unbedingt erforderlich ist, um die Aufmerksamkeit auf seine Bedürfnisse zu lenken. Auf diese möchte ich Sie mit voller Deutlichkeit hinweisen und es den andern Rednern überlassen, die Gründung des Institutes zu rechtfertigen.
Um einen kurzen Bericht über das Institut zu geben: es erwuchs aus der Überzeugung einer Anzahl von Menschen, daß eine Nation von Erwachsenen nicht fortfahren dür