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Henri Bergson, nunmehr 74 Jahre alt, rundet durch dieses interessante Werk sein Weltanschauungsbild von der ethischen Seite ab; da es vielfach die gleichen Probleme behandelt, wie die weltanschaulichen Schriften Freuds aus den letzten Jahren, ist es geeignet, Freuds Überlegenheit an Konsequenz und Klarheit über den immer wieder dem Irrationalen, dem „Lebensschwung”, der „Intuition” und der „Mystik” Raum gebenden Philosophen zu beweisen. Doch bietet das Buch des Anregenden genug, da es aus dem Erleben der Gegenwart geschrieben ist und nicht unterläßt, sich mit der Zukunft der Menschheit zu beschäftigen. Alles aber ist — trotz Bildung und Kultur — Oberflächen-Psychologie. Das Buch wurde in unserem Blatte (1932, Heft 4) bereits erwähnt.
E. H.