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hielt im Verein für Psychiatrie und Neurologie in Wien der bekannte Logopäde und philosophische Schriftsteller Professor E. Fröschels einen oratorisch glänzenden Vortrag, der sich jedoch nicht auf Erfahrungen berufen konnte, sondern nur versuchte, denktheoretische Kritik am Begriff des Unbewußten zu üben.
Seinem philosophisch orientiertem Sinn, dem Denktheorie immer notwendig und gegenwärtig sei, betonte der Vortragende, sei es unmöglich, das hypostasierte Wort „unbewußt” mit bewußten Ausdrücken zu belegen, das Unbewußte sozusagen ins Kontradiktorische einzubauen. Seiner Überzeugung nach sei die Totalität der Persönlichkeit in jedem Moment vollkommen präsent, also auch Alles, was man erlebt habe. Der Umstand, daß es Außerbewußtes gäbe, würde auch die Verantwortlichkeit des Menschen teilweise aufheben, was dem Redner peinlich wäre. Immerhin aber anerkannte derselbe so etwas, wie ein Randbewußtes, ein Schattenbewußtsein.
Den zur Diskussion Eingeladenen war es durch Er- und Beweise für ein Unbewußt-Seelisches leicht, den Redner zu widerlegen, aber nicht, — ihn zu überzeugen.
E. H.