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Es wird die Frage aufgeworfen, ob es außer Lust und Unlust auch neutrale, gewissermaßen gleichgültige Gefühle gebe. Wenn es einen Gefühlszustand gibt, bei dem kleine oder kleinste Lust oder Unlust nicht denkbar ist, und der auch nicht aus einer Mischung von Lust und Unlust besteht, müssen wir ihn als einen dritten Gefühlszustand betrachten. Auch Lipps kennt zwischen Lust und Unlust ein eigentümliches Gefühl der Gleichgültigkeit an, das nicht etwa mit einfacher Abwesenheit des Gefühls der Lust oder Unlust gleichbedeutend ist. Der Buddhismus nimmt gleichfalls drei Zustände an: das Leiden, die Behaglichkeit und die Indifferenz. Dieses „Muki”-Gefühl ist ein dritter subjektiver Zustand, auf den allerdings sowohl Lust wie Unlust zurücksinken und aus dem beide enstehen. Es ist das Urgefühl; in diesem Sinne können wir es „Eigengefühl” nennen.
E. H.