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Diese aphoristische Arbeit, der eine eingehende pathographische Darstellung folgen soll, betont Swifts ausgeprägten fanatischen Menschenhaß neben hochgradigem Machtstreben und Ehrgeiz. An der sadistischen Grundlage ist kein Zweifel, wie Phantasien und persönliche Grobheit auch gegen Freunde beweisen. Swift war kein isolierter Misanthrop, sein Menschenhaß ging mehr auf das Abstraktum Menschheit; er liebte Geselligkeit, Freundschaften und Liebschaften. Daß er neben seinem Aggressionstrieb besondere soziale Gefühle verriet, ein Wohltäter war, pädagogische und moralistische Tendenzen aufwies, kann nur einen Autor befremden, der kein Psychoanalytiker ist. Der Satz: „durch die Verschiebung des Hasses auf eine höhere Etage wird der Konflikt mit den bei Swift ja sehr stark angelegten sozialen Strebungen auf ein Minimum reduziert” verrät, daß der Autor die Zusammenhänge von Aggressionstrieb und Ethik nicht in unserem Sinne auffaßt.
Wir sehen hier, wie unentbehrlich psychoanalytische Einsichten gerade auch für den Pathographen sind.
An Ferenczis Arbeit über „Gulliver-Phantasien”, die Swift von anderer Seite beleuchten (Imago, 1927), sowie die dort erwähnte psychoanalytische Studie über Swift von Hanns Sachs sei hier erinnert.
E. H.